Die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2015 – herausgegeben vom Bundeskriminalamt

Vom Bundeskriminalamt wird jährlich die Polizeiliche Kriminalstatistik herausgegeben. Dort werden alle Wohnungseinbruchdiebstähle deutschlandweit erfasst. Dort werden verschiedene Aspekte unter die Lupe genommen, unter anderem Tageswohnungseinbrüche und warum Einbrecher beim Einbruchversuch scheitern. 

Die Ergebnisse werden im Jahrbuch "Polizeiliche Kriminalstatistik" detailliert aufgeführt.

Die aktuellen Zahlen: erneut Anstieg bei Wohnungseinbrüchen im Jahr 2015

Seit dem 23. Mai 2016 ist es offiziell: In den vergangenen 15 Jahren stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche stetig. Dieses Jahr erreichte sie ihren vorläufigen Höhepunkt – denn 2015 verzeichnet die Polizei den höchsten Anstieg seit Jahren. Jedoch: Gleichzeitig sank die Anzahl der tatsächlich vollendeten – das heißt, erfolgreichen – Einbrüche seit 2001.

Wohnungseinbruchdiebstahl

Die wichtigsten Fakten für 2015 im Überblick:

  • Anzahl Wohnungseinbruchdiebstähle insgesamt: 167.136 Fälle (Vergleich 2014: 152.123 Fälle).
    Dies ist ein Anstieg um 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
  • Anzahl der "erfolgreichen" Wohnungseinbrüche: 95.836 Fälle.
    Diese verursachten einen Schaden von rund 441 Millionen Euro (Vergleich 2014: 422 Millionen Euro).
  • Anzahl der nicht erfolgreichen Wohnungseinbrüche:
    2015 stieg die Zahl der nicht vollendeten Einbrüche auf 42,7 Prozent (Vergleich 2014: 41 Prozent).
  • Die Aufklärungsquote betrug 15,2 Prozent (Vergleich 2014: 15,9 Prozent).

Tageswohnungseinbrüche

Tageswohnungseinbrüche zählen statistisch zu den Wohnungseinbrüchen, werden aber gesondert aufgelistet. Viele meinen, Einbrüche finden nur nachts statt (siehe auch: Vorurteile und Mythen). Das Gegenteil ist der Fall. Tagsüber, am frühen Abend oder an den Wochenenden sind beliebte Einbruchzeiten bei Dieben.   

Bei den Tageswohnungseinbrüchen stieg die Zahl der erfassten Fälle um 11,1 Prozent auf 70.333 Taten. Die meisten erfassten Fälle wurden in Großstädten registriert.

Download: Infografik

Wussten Sie, dass ca. 43 Prozent aller Einbrecher in ganz Deutschland aus dem engeren Umfeld, sprich, der eigenen Gemeinde, kommen? Und dass rund 85 Prozent aller Einbrecher männlichen Geschlechts sind?

(PDF-Datei, 300dpi, 16,7 MB)

Wohnungseinbruchsdiebstähle 2015 – Zahlen im Überblick:

Einbrüche: Häufigkeit

Wie oft wird in Deutschland eingebrochen? Dies zeigen die Zahlen der vergangenen drei Jahre im Vergleich. Eins steht zumindest fest: Die Wohnungseinbrüche steigen in den vergangenen Jahren stetig.

Art & Schadenshöhe

Seit Jahren ist es ähnlich: Einbrecher gelangen meist übers Fenster oder die Terrassentür ins Haus – und das in wenigen Augenblicken. Gestohlen werden durchschnittlich Wertsachen in Höhe von rund 3.300 Euro.

Aufklärungsquote

Die Aufklärungsquote der Wohnungseinbruchdiebstähle im Jahr 2015 betrug 15,2 Prozent. Dies bedeutet einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr 2014, in dem die Quote bei 15,9 Prozent lag.

Verhinderte Einbrüche

Im Jahr 2015 stieg die Zahl der nicht vollendeten Wohnungseinbrüche auf 42,7 Prozent (2014: 41 Prozent). Die Polizei führt dies unter anderem auf die verbesserte Sicherheitstechnik der Bundesbürger zurück.

So "tickt" der Einbrecher – wann Einbrecher zuschlagen

Die meisten Einbrüche geschehen nachts? Und vor allem in den Sommerferien haben Einbrecher "Hochsaison"? Das stimmt so nicht! Wie die Kölner Studie 2011 belegt, treiben Einbrecher vor allem in der dunklen Jahreszeit ihr Unwesen. Das Polizeipräsidium Köln verzeichnet vor allem freitags und samstags vermehrt Einbrüche. Und nicht etwa nachts, sondern zwischen 14 und 20 Uhr.

Wir haben die Ergebnisse der Kölner Studie für Sie übersichtlich in einer Grafik erfasst: Einbruchsradar

Im Überblick: Wohnungseinbruchdiebstähle 2014

Rückblick: Polizeiliche Kriminalstatistik 2014

Wie hoch waren die Wohnungseinbruchdiebstähle im Jahe 2014? In welchem Bundesland schlugen Einbrecher am häufigsten zu?

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