Shane Archbold mit schwerem Sturz

Shane Archbold © BORA - ARGON 18

Update:
Bei Shane wurde ein Beckenbruch festgestellt. Der Bruch ist stabil, aber Shane kann die Tour de France nicht fortsetzen. Wir alle im Team wünschen eine schnelle Genesung und kopfhoch Shane!

Nach dem Ruhetag folgte auf der 17. Etappe bereits das nächste Teilstück im Hochgebirge mit einer Bergankunft nach 184,5 Kilometer am Stausee in Finhaut – Emosson.
In der Anfangsphase versuchten es einige Rennfahrer auf Grund der Streckenführung sich vom Feld abzusetzen. Doch die Teams der Fahrer die in der Gesamtwertung voran liegen, vereitelten alle Ausreißversuche. Somit wurden in der ersten Rennstunde 51,7 Kilometer zurückgelegt.
Erst am Beginn des ersten Anstieges konnten sich einige kleine Gruppen erfolgreich absetzen. So waren es 14 Mann die gemeinsam einen maximalen Vorsprung von über 11 Minuten herausfahren konnten.

Weniger Glück hatte Shane Archbold von BORA – ARGON 18. Er kam in der Abfahrt nach der 2. Bergwertung mit ca. 80km/h zu Sturz und krachte gegen eine Felswand.

Wie es zu dem Sturz kam konnte Shane nicht sagen. Nach einem ersten check beim Tour Arzt stieg er wieder aufs Rad und beendete die Etappe unter großen Schmerzen im Grupetto. Shane wird nun weiter untersucht, neben großflächigen Hautabschürfungen besteht aber im Moment kein Verdacht auch weitere Verletzungen.
Die Spitze im Rennen harmonierte den ganzen Tag über sehr gut, hatte 45 Kilometer vor dem Ziel noch immer einen Vorsprung von 11 Minuten auf das Feld. Der Rennschnitt lag bis zu diesem Zeitpunkt bei 46,7 km/h. In der Abfahrt vom vorletzten Anstieg lösten sich zuerst R. Majka und J. Pantano, bevor am Schlussantieg Ilnur Zakarin (Kathusa) beide ein- und überholte. Zakarin gewann die Etappe suverän.
Emanuel Buchmann hatte am vorletzten Anstieg dem Col da la Forclaz vorerst Probleme das Tempo der Gruppe aller Favoriten zu halten, konnte sich jedoch wieder zurückkämpfen. 17 Kilometer vor Ziel verlor er dann schlussendlich den Anschluss an diese Gruppe. Der Kletterspezialist von BORA – ARGON 18 konnte sein Tempo aber gut halten und somit den Rückstand auch am letzten Anstieg in Grenzen halten. Emu erreichte heute mit einem Rückstand von sieben Minuten auf Chris Froome als 34. das Ziel. In das morgige Bergzeitfahren über 17 Kilometer geht Emu somit als Gesamt 22. In der Gesamtwertung der Jungprofis liegt Emanuel noch immer auf dem vierten Platz, mit einem Rückstand von lediglich drei Minuten auf das Podest.
„Ich habe es heute leider wieder nicht geschafft in die Gruppe zu gehen, was mein erstes Ziel gewesen wäre. Am Ende lief es heute ganz ok für mich und ich konnte am vorletzten Berg mit der Favoritengruppe recht gut mithalten, bin dann aber am letzten Anstieg mein Tempo in einer kleinen Gruppe hochgefahren. Ich weiß, dass es nichts bringt zu überziehen da man dann komplett einbricht und da ist es eben besser reißen zu lassen und seinen eigenen Rhythmus zu fahren um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Es wird für mich jetzt auf jedem Fall noch sehr schwer einen Etappensieg einzufahren. Ich denke morgen beim Bergzeitfahren sowieso nicht, bei der übernächsten Etappe ist noch einmal eine Möglichkeit in die Gruppe zu gehen und ich denke, auf der letzten Bergetappe wird es nochmals schwer, denn da werden die Favoriten alle Vollgas fahren.“ – Emanuel Buchmann