Sam Bennett bereit für die kommenden Massensprints.

© BORA - ARGON 18

Nach dem Ruhetag am Montag in Andorra ging es gestern auf der 10. Etappe gleich am Start richtig zur Sache. Direkt ab Kilometer 0 erwartete die Fahrer eine Bergwertung der 1.Kategorie zum Dach der diesjährigen Tour auf den Port d’Envalira mit einer Höhe von 2408 Metern.
Somit trennten sich auch die Meinungen der Experten ob es erneut zu einem Massensprint kommen würde, oder ob es einer Gruppe gelingen kann nach Revel durchzukommen. Immerhin erwartete das Feld 7 Kilometer vor dem Ziel noch eine weitere Bergwertung der 3. Kategorie.
Für den gestürzten Sprinter von BORA – ARGON 18, Sam Bennett war der gestrige Ruhetag enorm wichtig, um sich von seinen Sturzfolgen auf der 1.Etappe gut zu erholen.

Erneut wurden Untersuchungen durchgeführt und es stellte sich heraus, dass sich Sam doch den Finger gebrochen hat.

Nichts desto trotz geht es ihm schon viel besser und er ist sehr motiviert für die kommenden Massensprints.
„Der gestrige Ruhetag war eine willkommene Abwechslung zum harten Renngeschehen, in Ruhe frühstücken, danach eine lockere Runde mit dem Rad, Massage, Medientermine und Kochen in unserer fahrenden Küche von BORA. Trotz der zurückgelegten 9 Etappen fühle ich mich gut und freue mich auf die kommenden Aufgaben.“ - Patrick Konrad

Von Beginn an war das Rennen wieder geprägt von vielen Attacken, mit dabei der Weltmeister Peter Sagan vom Team Tinkoff. Das Feld zersplitterte in viele Gruppen, auch Emanuel Buchmann hatte zu Beginn der Etappe Probleme. Doch als sich nach dieser sehr hektischen Anfangsphase hinauf zur ersten Bergwertung eine Gruppe von 15 Fahrern lösen konnte, kehrte nach der Abfahrt, auf der vieles Gruppen wieder zusammen liefen, im Feld ruhe ein. Die Gruppe harmonierte sehr gut und konnte den Vorsprung auf über 7 Minuten ausbauen. Wieder auf Initiative des Weltmeisters teilte sich diese Gruppe im letzten Anstieg, wobei Sagan diesmal im Zielsprint das Nachsehen gegen Michael Matthews hatte.
Die Kletterer von BORA – ARGON 18 Emanuel Buchmann und Patrick Konrad kamen in der großen Gruppe mit allen Favoriten ins Ziel. Dennoch büßte Emu einen Platz in der Gesamtwertung ein, da D. Caruso in der Spitzengruppe Zeit gutmachen konnte.
„Mit Ruhetagsbeinen und einem Anstieg über 24 Kilometer gleich nach dem Start war es heute richtig hart. Ich denke, heute konnte sich absolut niemand schonen, vor allem war es auch bergab auf Grund des Nebels sehr gefährlich. Man hätte zwar heute vermuten können, dass es ein einfacher Tag wird, aber das war es absolut nicht. Es ist bestimmt schön die ersten Berge hinter uns zu haben, dennoch weiß ich, dass noch mehr auf uns zu kommt in den nächsten Tagen.“ – Paul Voß
„Meine Beine fühlten sich heute nicht so gut an, vor allem war es auch ein sehr harter Start in Andorra. Mein Funk funktionierte heute nicht, darum wusste ich auch nicht, wer in der Spitzengruppe mit dabei war und vor allem welchen Abstand sie hatten. Auf jedem Fall gab es heute die Möglichkeit für einen Massensprint. 50 Kilometer vor dem Ziel wurde dann auch versucht den Vorsprung zur Spitze zu verkleinern, doch 30 Kilometer vor dem Ziel war klar, dass die Spitzengruppe durchkommen wird.“ – Shane Archbold