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Die nicht royalen Seiten der Klassiker-Königin Paris-Roubaix:

Staub, Steine, Stürze – und spartanische Duschen 

Schulterhohe Wände aus Beton, darüber geschmiedete Duschbrausen aus Stahl und eine Kette zur Bedienung. So spartanisch präsentiert sich der Duschbereich, den die völlig verstaubten Fahrer aufsuchen, nachdem sie den legendären Eintagesklassiker Paris-Roubaix bewältigt haben.

© Peter Witek Fotografie

Gezeichnet von den Spuren des Tages und augenscheinlich um Jahre gealtert – jeder, der bei „La Reine des Classiques“, der Königin der Klassiker, das Ziel erreicht, hat eine majestätische Leistung gebracht. Doch der Lohn für diese Mühen fällt karg aus: Weder ein fürstlicher Empfang noch ein feudales Arrangement erwarten seit der ersten Austragung im Jahr 1896 die geplagten Radfahrer. Stattdessen gibt es wabernde Dunstschwaden in der feucht-warmen Sammelumkleide.

Aber: Es gibt wohl kaum einen Ort auf der Welt, an dem die Erinnerung an die einstigen Heroen des Radsports so lebendig wird wie hier.

In den Duschen von Roubaix hängen Messingschilder, in die die Namen der Sieger graviert sind: Fausto Coppi, Eddy Merckx, Francesco Moser, Bernard Hinault, Tom Boonen, Fabian Cancellara, der Deutsche John Degenkolb und viele mehr ehrt man hier mit einer Erinnerungsplakette.

Beständig und unverwüstlich: die Duschen von Roubaix  sowie die ABUS Schmiedekunst.

Stahl wird bei ABUS in Manufaktur-Qualität zu Fahrradschlössern verarbeitet. Das pure Bekenntnis zum geschmackvollen Individualismus. Paris-Roubaix ebenso wie zum Beispiel das Bordo Centium.
Moden und Trends kommen und gehen: Die Duschen von Roubaix sind ein Sinnbild des Rennens, aber auch ein Sinnbild für Tradition, Langlebigkeit und Beständigkeit. Werte, die ABUS als Hersteller für Fahrradsicherheit eine Herzensangelegenheit sind. Sie verbinden uns als Sponsor mit dem Rennen Paris-Roubaix und garantieren eine erfolgreiche Zusammenarbeit. 

Es gibt allerdings tatsächlich eine Geschichte über Paris-Roubaix, die nicht stimmt: Das Wasser in den Duschen ist nämlich nicht kalt, sondern wunderbar warm.

Tierische Paris-Roubaix-Fakten

Schon beim ersten Rennen 1896 kamen die tierischen Freunde ins Spiel. 45 Fahrradfahrer traten mit schweren Stahlfahrrädern an. Der Deutsche Josef Fischer gewann das Rennen. Bei seinem Sieg half ein tierischer Wegbegleiter. Fischers härtester Konkurrenz, Arthur Linton, wurde von einem Hund zu Fall gebracht. So radelte Fischer als Erster durchs Ziel – und das, obwohl er auf den letzten 40 Kilometern der Strecke von einem Pferd und von einer ganzen Kuhherde attackiert wurde.

© ABUS bei der Paris Roubaix

Die Pflastersteine – die extreme Prüfung für Fahrer und Material

Endlose Schläge für die Knochen und Gelenke der Sportler – die Strecke erscheint wie ein Minenfeld, durch das die Radprofis mit Höchstgeschwindigkeit fahren. Die Gefahrenliste ist lang. Steinkanten, die Reifen platzen lassen, Spurrinnen, die gnadenlos Felgen zerbrechen, Schlaglöcher, die Gabeln zerknicken, als wären sie aus Papier.

Doch der Heldenstatus ist nicht der einzige Lohn für die Strapazen des vielleicht härtesten Radrennens der Welt. Am Ende erhält jeder Held bei der Siegerehrung einen echten nordfranzösischen Pflasterstein.