Längste Etappe endet im Massensprint

3. Etappe von Granville nach Angers  © BORA - ARGON 18

Nach einer 6 Kilometer langen, neutralisierten Phase führte die 3.Etappe von Granville nach Angers über 223,5 Kilometer, gespickt mit einer Sprintwertung und einer Bergwertung der 4. Kategorie.
„Die Verletzungen von Sam sehen heute bereits viel besser aus, wir arbeiten sehr hart an seiner Regeneration aber er leidet sehr darunter. Es war ein richtig harter Sturz und Sam war sehr traurig. Dennoch ist er ein richtiger Kämpfer und schaffte es innerhalb der Karenzzeit ins Ziel zu kommen. Von nun an müssen wir von Tag zu Tag schauen.“ – Jan-Niklas Droste, Teamarzt.
Sam selbst meinte, dass die 2. Etappe extrem lang für ihn war und er auf Grund der Wunden an den Fingern nicht am Lenker ziehen konnte und somit das Beschleunigen aus den Kurven kaum möglich war. 

Nach dem "scharfen" Start, bei Kilometer 0, setzte sich Armindo Fonseca vom Team Fortuneo-Vital Concept vom Feld ab und fuhr einen Vorsprung von bis zu 11 Minuten heraus.

Das Feld ließ es gemächlich angehen und rollte die ersten Stunden mit einem Schnitt von 34km/h in Richtung Angers. Ca. 90km vor dem Ziel, kurz vor der Sprintwertung, wurde es Thomas Vöckler im Feld zu bunt und er riss vom Feld aus. Der führende Fonseca wartete, um gemeinsam den Rest der Etappe in Angriff zu nehmen. 30 Kilometer später lag der Vorsprung der beiden bei 2 Minuten, doch als die Sprintermannschaften das Tempo erhöhten, wurden die beiden Spitzenreiter
8 Kilometer vor dem Ziel eingeholt.
Im Finale versuchte BORA - ARGON 18 für Shane Archbold zu fahren. Shane, der seine erste Tour bestreitet, ist normalerweise Anfahrer von Sam Bennett. Heute bekam er von der Teamleitung die Chance auf eigene Rechnung zu fahren. Bei der 1000m Marke war Shane auch in aussichtsreicher Position, hatte auf den letzten Metern aber keine Kraft mehr um im Sprint gegenhalten zu können. Mark Cavendish (Team Dimension Data) konnte sich um Millimeter gegen den deutschen André Greipel (Team Lotto Soudal) durchsetzen und feierte seinen zweiten Etappensieg bei dieser Tour.

„Die Jungs haben mir den ganzen Tag über super geholfen. Ich war in einer guten Position, das Finale war aber ein großer Kampf. Zwar habe ich Erfahrungen im Vorbereiten von Sprints, dennoch war diese Situation heute neu für mich. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich diese Erfahrung machen konnte und damit in Zukunft für Sam eine noch größere Hilfe sein kann.“ – Shane Archbold
„Ich bin sehr glücklich, dass es heute eine flache und vor allem ruhige Etappe war, denn vor allem für Sam war es wichtig sich von seinem Sturz zu erholen, und sich gut im Hauptfeld verstecken zu können. Er hat heute schon besser ausgesehen, wir sind jetzt alle wieder etwas zuversichtlicher im Team.“ – Enrico Poitschke, sportlicher Leiter