Duo von Etixx-Quick Step fordert das Feld auf der 16. Etappe.

© BORA - ARGON 18

Nach der schwierigen Kletteretappe am Montag, führte das 16. Teilstück von Moirans-en-Montagne über 209 Kilometer nach Bern, in die Schweiz. Auf Grund des welligen Terrains war es wieder einmal offen, ob es eine Etappe für die Sprinter wird, oder es Ausreißer schaffen könnten vorne anzukommen.
Gleich in der Anfangsphase setzten sich die beiden Teamkollegen von Etixx-Quick Step Tony Martin und Julian Alaphilippe vom Feld ab. Das Tempo war von Beginn an sehr hoch, somit vergrößerte sich der Vorsprung nur sehr langsam. Doch als das Hauptfeld die beiden Spitzenreiter ziehen lies, vergrößerte sich der Abstand auf über 6 Minuten. In der ersten Rennstunde wurden 49 Kilometer zurückgelegt.
100 Kilometer vor dem Ziel waren es wieder die Sprinterteams, die für eine Tempoerhöhung sorgten. So war es Alaphillipe der 25 Kilometer und Martin der 22 Kilometer vor dem Ziel, nach einer harte Aufholjagd, eingeholt wurde. Das Feld war jedoch nur kurz geschlossen, denn als Ruhe einkehrte war es der Ex-Weltmeister Rui Costa der attackierte und bis 4 Kilometer vor dem Ziel alleine in Führung lag.
Im einem sehr schwierigen Finale mit Kopfsteinpflaster und bergauf Passagen war es Patrick Konrad der für BORA – ARGON 18 um den Sieg mitkämpfte.

Patrick zeigte im Finale seine Spritzigkeit, und konnte an den Favoriten dran bleiben.

Er belegte im Sprint den 12. Platz, den Peter Sagan knapp vor Alexander Kristoff gewinnen konnte.
Der morgige Ruhetag bietet noch einmal eine willkommene Abwechslung sich von den Strapazen der letzten schweren Tage zu erholen, bevor es am Mittwoch mit der 17. Etappe über 184,5 Kilometer und der Bergankunft in Finhaut-Emosson weitergeht.
„Im Finale habe ich versucht so gut es geht vorne mitzufahren, was mir auch besser gelungen ist als ich es mir dachte. Es ist schade, denn auf den letzten 500 Metern machte ich einen kleinen Fehler der mir bestimmt eine bessere Platzierung kostete. Vor dem Kopfsteinpflasterstück hatte ich zwar noch nicht eine sehr gute Position aber der Anstieg lag mir dann richtig gut und dadurch war ich am letzten Kilometer sehr gut positioniert. Es hätte heute bestimmt besser laufen können, aber ich bin absolut zufrieden mit meiner Leistung. Es war heute seltsam zu sehen, dass 2 Mann von Etixx-Quick Step den ganzen Tag vorne gefahren sind und hinten 6 Teams Tempo machen mussten um die Beiden wieder einzuholen. Ich wollte zwar am Anfang in eine Spitzengruppe gehen, doch 6-7 Mannschaften waren sich einig das Feld zusammen zu halten. Die Beiden lieferten an der Spitze eine super Performance ab, dass hinten im Feld den ganzen Tag über Einserreihe war und am Anschlag gefahren wurde. Ich hab mich aber letztlich sehr gefreut als der Vorsprung runter ging, denn dann wusste ich, dass wir die Führenden gebrochen hatten und für mich einiges möglich ist.“ – Patrick Konrad