Die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2017 – herausgegeben vom Bundeskriminalamt

Die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2017 – herausgegeben vom Bundeskriminalamt © ABUS

Vom Bundeskriminalamt wird jährlich die Polizeiliche Kriminalstatistik herausgegeben. Dort werden unter anderem alle Wohnungseinbruchdiebstähle deutschlandweit erfasst und als "Ausgangsstatistik" der Öffentlichkeit bereitgestellt. Das heißt, dass hier alle Fälle aufgenommen sind, die der Polizei bekannt und endbearbeitet werden.

In Sachen Wohnungseinbruch werden in der Kriminalstatistik verschiedene Aspekte näher beleuchtet, zum Beispiel zu welchen Tageszeiten Langfinger bevorzugt einbrechen, wie viele Einbrüche über die Terrassentüren erfolgen oder wie viele Einbrüche nicht vollendet werden.  

Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt im Jahr 2017 um 23 Prozent 

Seit dem 8. Mai 2018 ist es offiziell: In einer Pressekonferenz verkündete Bundesinnenminister Horst Seehofer die Kriminalitätsstatistiken des vergangenen Jahres.

Für das Jahr 2017 verzeichnet die Polizei einen Rückgang der Wohnungseinbruchsdiebstähle um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit sank die Zahl der erfassten Fälle von 151.265 (2016) auf 116.540 Fälle. 

Wohnungseinbruchdiebstahl

Die wichtigsten Fakten für 2017 im Überblick:

  • Anzahl Wohnungseinbruchdiebstähle insgesamt: 116.540 Fälle (Vergleich 2016: 151.265 Fälle).
    Dies ist ein Rückgang um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
  • Verursachter Versicherungsschaden: 
    Diese verursachten einen Schaden von rund 302 Millionen Euro (Vergleich 2016: 391 Millionen Euro).
  • Anzahl der verhinderten bzw. nicht erfolgreichen Wohnungseinbrüche: 
    2017 stieg die Zahl der nicht vollendeten Einbrüche auf 45 Prozent (Vergleich 2016: 44,3 Prozent). 
  • Die Aufklärungsquote stieg auf 17,8 Prozent an (Vergleich 2016: 16,9 Prozent).

Tageswohnungseinbrüche 

Tageswohnungseinbrüche zählen statistisch zu den Wohnungseinbrüchen, werden aber gesondert aufgelistet.

Viele meinen, Einbrüche finden nur nachts statt (siehe auch: Vorurteile und Mythen). Das Gegenteil ist der Fall. Tagsüber, am frühen Abend oder an den Wochenenden sind beliebte Einbruchzeiten bei Dieben. Bei den Tageswohnungseinbrüchen sank die Zahl der erfassten Fälle auf 47.866 Taten (zum Vergleich 2016: 63.176 registrierte Fälle). 

Wohnungseinbruch in Kellerräume und Waschküchen

Mit den erfassten Fällen weisen die Statistiker den Wohnungseinbruchdiebstahl im Privatbereich aus.

Jedoch zeigt ein detaillierter Blick in die Statistik, dass ein weiteres Delikt ebenfalls dem Begriff „Einbruch“ zuzuordnen ist. Gemeint ist hiermit der Punkt „Schwerer Diebstahl in/aus Boden-, Kellerräumen und Waschküchen“.  Rechnet man diese Zahlen hinzu, liegt die Gesamtzahl der Einbrüche im Privatbereich bei knapp 209.752 Fällen

Wirkungsvolle Sicherungstechnik © Grafik: ABUS

So "tickt" der Einbrecher – wann Einbrecher zuschlagen

Die meisten Einbrüche geschehen nachts? Und vor allem in den Sommerferien haben Einbrecher "Hochsaison"? Das stimmt so nicht! Wie die Kölner Studie 2011 belegt, treiben Einbrecher vor allem in der dunklen Jahreszeit ihr Unwesen. Das Polizeipräsidium Köln verzeichnet vor allem freitags und samstags vermehrt Einbrüche. Und nicht etwa nachts, sondern zwischen 14 und 20 Uhr.

Wir haben die Ergebnisse der Kölner Studie für Sie übersichtlich in einer Grafik erfasst: Einbruchsradar

Im Überblick: Wohnungseinbruchdiebstähle

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