Wie gut schützt ein Helm wirklich?
Die Deutsche Verkehrswacht bestätigt die Schutzfunktion von Fahrradhelmen durch wissenschaftliche Forschung und auch der ADAC rät dazu, beim Radfahren stets einen Helm zu tragen. Allerdings ist ein Helm nicht der einzige Aspekt, der die Sicherheit von Helmträgern und Radfahrern insgesamt beeinflusst. Eine Unfallstatistik von Statista zeigt lediglich eine Korrelation, nicht aber einen direkten kausalen Zusammenhang. Trotzdem ist der Trend klar erkennbar: In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Verbreitung von Helmen unter Radfahrern zugenommen, während gleichzeitig die Zahl der im Verkehr tödlich verunglückten Radfahrer enorm gesunken ist.
Die Deutsche Verkehrswacht weist darauf hin, dass ein erheblicher Prozentsatz der verunglückten Radfahrer Kopfverletzungen erleidet - demnach könnten Helme einen positiven Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im Straßen- bzw. Radverkehr geleistet haben.
Eine Helmpflicht wird deshalb immer wieder diskutiert, ist allerdings aktuell kaum absehbar.
Helmtragequote im Überblick
Statistiken und Tests belegen immer wieder: Im Falle eines Unfalls mit dem Fahrrad schützt der Helm den Kopf als empfindlichstes Körperteil zuverlässig. Trotz der bestätigten Schutzwirkung von Helmen lag die Helmtragequote 2022 nur bei 40,3 Prozent. Mit 34 Prozent war die Quote bei konventionellen Radfahrern dabei weitaus geringer als bei Pedelec-Fahrern (60,1 Prozent). Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass Kinder zwischen sechs und zehn Jahren am häufigsten einen Helm trugen (81,3 Prozent) und auch Kinder zwischen elf und sechszehn Jahren sowie ältere Menschen in den letzten Jahren immer häufiger einen Kopfschutz aufsetzten.
Warum tragen so viele keinen Fahrradhelm?
Als Hauptgrund dafür, keinen Helm zu tragen, geben die meisten Menschen in Umfragen den Komfort an. Für viele ist der Helm einfach unbequem zu tragen. Auch übermäßiges Schwitzen, Auswirkungen auf die Frisur und ähnliche Gründe werden genannt. Dabei sind moderne Helme keinesfalls mit alten Modellen zu vergleichen: Heute auf dem Markt erhältliche Fahrradhelme sind in der Regel extrem leicht und meist sehr gut belüftet, was einen hohen Tragekomfort sicherstellt. Außerdem lassen sie sich durch flexible Verstellsysteme individuell an die Kopfform anpassen, sodass sie einerseits angenehmer zu tragen sind und andererseits eine verbesserte Schutzwirkung bieten können.